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Archive for June 2010

Archive for June, 2010

Indien die 2te!

Hamburg war geilo! Schönste Stadt der Welt, ich bestätige es hiermit ein weiteres Mal. Ein Traum 🙂

Danke allen für die tollen Tage, die ich hier mit Euch erleben durfte!

Weiter gehts!

Ready for Take-Off

England abgeschossen

Was für ein Sonntag! Erst das schöne Fußballspiel der kleinen und jetzt dieser grandiose Sieg gegen unseren Erzfeind. Ich habe bis zum Anpfiff nicht wirklich daran glauben wollen, dass wir es schaffen können. Zu groß sind die Namen der Englischen Nationalmannschaft. Aber ab dem Anstoß hat man gesehen, wer Herr im Hause ist.

Genial, wie wir unsere Nachbarn auseinander genommen haben. Und das, wo sie vorher noch so eine große Klappe hatten. Klar gabs auch eine kurze Schwächephase, aber die haben wir ja Dank des Schiedsrichters überstanden. Niemand weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, aber ich finds ganz gut so wie es ausgegangen ist. Wembley 2, ich war live dabei.

Das Video zeigt unsere Feierlichkeiten im Garten nach dem 2:0 für unsere Nationalmannschaft. Zitat aus dem Video “Das ist ja wie Silvester” – Irre laut, Raketen, Böller, Hupen, …

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Gesehen haben wir das bisher beste Spiel der WM im Rahlaukamp in kleiner Runde. Vorher, während und danach wurde gemütlich gegrillt, gefeiert und getrunken. Traumwetter für einen traumhaften Tag. Wir haben die Hälfte unseres Raketenvorrates verbraten und einige Böller gezündet. Unserer Nachbarschaft hat mit Vogelschreck und Böllern auch gut mitgefeiert, es hatte etwas von Silvester, nur die 28°C und die bratende Sonne passten nicht ganz ins Bild

4:1 !!!

Für England heißt es jetzt: Out of Africa!

Und wir sind hoffentlich noch lange dabei!

Einige Fotos sind kommentiert – PicLens

Jonas erstes Fußballspiel

Mein Patenkind hatte eben sein erstes Fußballspiel. Seit 3 Monaten ist er im Verein und trainiert ganz fleißig. Hat großen Spaß gemacht, zuzuschauen.

Er ist ganz viel gelaufen und hat einige Tore verhindert! Bin ein stolzer Patenonkel 🙂

Kommentare sind wieder direkt in die Fotos eingebaut.

Durchklicken lohnt sich!

Kieler Woche

Die Kieler Woche steht wieder an, heute wurde sie eröffnet. Da mussten wir natürlich hin und das Ostseeflair inhalieren. Andre, Matthias, Filippo und ich machten uns am Samstag um 14:20 Uhr auf den Weg vom Hamburger Hauptbahnhof nach Kiel. Vorher wurde noch das Grundnahrungsmittel für den Tag gekauft – Ein Kasten Dithmarscher Urtyp. Bier aus der Region in der Knolle, wie es sich gehört.

Eigentlich wollten wir um 14:20 Uhr den Zug vom Hauptbahnhof nehmen, aber natürlich war meine S4 wieder zu spät, so dass wir den Zug am Hbf verpassten. Kein Ding, schließlich ist Kiel nur ne Stunde entfernt und wir hatten den ganzen Tag zeit. Die Zugfahrt nach Neumünster war sehr kurzweilig und lustig. Das lag zum einen an hunderten anderer “jugendlichen”, die das gleiche Ziel hatten und eben so gut wie wir mit Naturalien ausgestattet waren. Als wir in Neumünster ankamen, war der halbe Kasten leer, Andre und ich hatten ganze Arbeit geleistet – Jetzt mussten wir die Schlagzahl ein wenig reduzieren – Schließlich wollten wir von der Kieler Woche noch etwas mitbekommen.

Das Umsteigen war trotz des Kastens und der vielen dummen Komentare der Mitreisenden problemlos. Und die Fahrt von Neumünster nach Kiel sind auch nur 2 Stationen, Zeit genug also für 2 weitere Bier. In Kiel fiel dann erstmal einer der Volltrunkenen aus dem Zug und kam alleine nicht mehr hoch und sorgte für Gelächter seiner ganzen Gruppe und der Umstehenden Personen. Die Stimmung unter den doch ziemlich angetrunkenen war total ausgelassen und friedlich, so wie ein Volksfest sein sollte.

Wenige Augenblicke später sahen wir jemanden, der den Müll nach Flaschen durchsuchte. Er hatte glaube in seinem “Zustand” aus Versehen eine volle Flasche Bier in den Container geworfen und versuchte jetzt, diese wieder herauszuangeln. Das wäre die wahre Geschichte, aber die ist ja nüchtern und langweilig. Da er ein Hollandtrikot anhatte, war der Spott nicht weit. Wir stellten uns um ihm herum und fragten, ob alle Holländer so ihren Lebensunterhalt verdienen. Er nahms total gelassen und stieß mit uns an. Ein nettes Exemplar unseres kleinen, leicht zurückgebliebenen Nachbars.

Die Kieler Woche an sich ist eine Reihung von Imbisbuden und Fahrgeschäften wie man sie von jedem Rummel kennt, nichts besonderes. Ganz witzig war die Schanze ins Wasser, über die man so spektakulär wie möglich fahren musste. Wir blieben eine Halbe Stunde und schauten uns die Probeläufe an, bevor Sonntag die Ausscheidungskämpfe starten.

Beim dritten Springer kam etwas Seitenwind auf, der sein Segel wegdrückte und ihn fast von der Schanze beförderte. Er fuhr am Rand der Schanze und brach den Rand ab, der nicht gesützt war. Ob diese Schanze vom TÜG abgenommen wurde? Man mag es bezweifeln. Zufällig hatte ich genau bei diesem Sprung mit der Videofunktion draufgehalten, daber kann man diesen beinahesturz jetzt hier im Blog verfolgen.

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Man hört das Holz so richtig schön zerbersten!

Auf dem Rundweg über die Kieler Woche konnten wir noch einen Solarkatamaran bestaunen und die Fahigkeit Andres, 2 Tüten indische Chips innerhalb weniger Minuten zu vernichten. Besonders schön war für mich das wiedersehen mit 2 historischen Segelschiffen, auf denen ich jeweils schon eine Woche gesegelt bin. Die Amazone mit Skipper Sönke und die Neerlandia aus Holland mit Skipper Edwin lagen vor Anker und warteten auf Besucher der Kieler Woche. Mit der Neerlandia könnte ich im September eine Woche von Kappeln aus segeln, aber das liebe Geld. Wer gerade 250 € über hat, kann Sie mir gerne schenken 🙂

Nachdem wir einmal rum waren sind wir noch in die Innenstadt marschiert, um uns mit den besten Fischbrötchen Kiels die Wampe vollzuschlagen. Trotz der späten Stunde hatte diese kleine Bude noch offen. Bei mir gabs 2 Brötchen mit Bückling und 1 Bröchen mit Fischfrikadelle. Dazu einen Espresso und eine kleine Einlage von Joe.

Rittu 3

Bevor ich es vergesse wollte ich noch ein paar Anektdoten veröffentlichen. In meiner zweiten Woche in Indien besprechen wir im Büro einige Marketing Collaterals und ähnliche Produkte. Der Chef hatte diverse Versionen der einzelnen Sachen mit, so leere Plastikhüllen für Visitenkarten, “Visitenkartenhalter”. Er schenkt Rittu eine dieser Plastikhüllen und verlässt dann das Büro. Ich räume die die ganzen Materialien wieder zurück in die Kiste bis ich sehe, dass Rittu aufrecht im Raum steht, sich selbst in der Glasscheibe betrachtet und eine Pose nach der anderen macht.

Er stellt sich vor, dass er seine Business ID Card hat und er sie stolz denimaginären Menschen zeigt. Schüttelt Hände, verneigt sich und nickt immer wieder freundlich. Ich hätte gerne mich selbst auf Zelluloid festgehalten gesehen, meinen Gesichtsausdruck und das ungläubige staunen über dieses “seltsame” Verhalten. Er merkt, dass ich ihn anstarre, ist aber keinesfalls irritiert, sondern fragt sogleich, wozu denn dieser Clip mit der Rollte an dem Ausweis denn dienen solle. Ich wollte eigentlich sagen: “Dass sind die gleiche, die man in Skigebieten für die Liftkarte nutzt…. aber der Kollege hat nie in seinem Leben Schnee gesehen”. Erstaunlich.

Irgendwann habe ich mal erwähnt, dass ich nach meinem Praktikum für 3 Wochen nach Neuseeland fliege und dort Urlaub verbringen möchte nach der heißen und regnerischen Zeit hier in Indien. Er fragt mich daraufhin, wie ich denn das Visum beantragen will, schließlich habe ich die Reise erst von Indien aus geplant. Hier ist keine Botschaft und kein Konsulat von Neuseeland vertreten. Meine kurze Antwort: “Ich brauche kein Visum” versteht er nicht. Ok, es ist auch ungenau, ich benötige ein Visum. Aber ich kann dieses Visum direkt bei der Einreise am Flughafen erwerben, kaufen.

Das erstaunt ihn, weil Inder in der Welt nicht so frei reisen dürfen wie wir Europäer. Wir kommen auf Urlaub zu sprechen und wie wir dass denn machen, wenn wir im kleinen Europa mal längere Strecken zurücklegen und Landesgrenzen passieren. Ihr wisst die Antwort, aber Rittu konnte es nicht glauben, dass wir ohne irgendeine Voranmeldung, ohne Reisepass oder Visum von Deutschland nach Frankreich, Italien, Spanien, Polen, wohin auch immer…. reisen dürfen – Und niemanden interessiert es!

Er wollte es sich verdeutlichen und stellte sich mitten in den Raum. “Also jetzt stehe ich in Frankreich”, sagte er. Dann machte er 2 Schritte vorwärts und sagte “Und jetzt bin ich in Deutschland?” – Er schritt hin- und her und fand die Idee dieses barrierefreien Reisens faszinierend.

Die Schilderungen klingen ein wenig einfältig, aber Rittu ist keineswegs dumm oder irgendwie behindert. Er kommt einfach nur aus einem Land, wo der Mensch nicht so frei ist und nicht die “unbegrenzten” Möglichkeiten und Privilegien hat, die wir hier genießen.


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Mein Kollege Rittu!

Jetzt hat er vor 3 Wochen sein erstes Gehalt bekommen, nur 9.800 statt der vereinbarten 15.000, aber er war happy, dass er überhaupt etwas bekommen hat…. Er ist jetzt 23 Jahre alt und hat bisher in seinem Leben noch nie gearbeitet und noch nie eigenes Geld verdient. Das ist in Indien so üblich, habe ich rausbekommen. Eigenes Geld war etwas komplett neues für ihn und ich behaupte mal, es ist ihm ein wenig zu Kopfe gestiegen. Das erste, was er mit dem Geld angestellt hat ist, sich einen großen silbernen Ring zu kaufen … und auch zu tragen. Einfach nur, weil “Now I can afford”. Nunja.

Am zweiten Tag hat er mich auf Kashmiri Phulav eingeladen, dazu Papayasaft und Nachtisch. Nobel, vom ersten Gehalt. (Schmeckte mir aber nicht, siehe 24.05.) Auf dem Rückweg zum Stadion machte er an einem Motorradstand halt. Dieser hatte auf der großen Wiese vor dem Stadion einen platz angemietet und preise seine Ware an. Recht günstige Bikes mit bis zu 15 PS gab es zu kaufen. Die Kosten belaufen sich für das günstigste Modell auf etwa 1100 €, etwa ein 1/2 Jahresgehalt bei seinem jetzigen Gehalt. Aber Rittu hat sich dorthingesetzt und eingehend beraten lassen. Ich durfte eine halbe Stunde in der Sonne brutzeln, während er im Schatten nebst Ventilator saß. Als er fertig war sagte er, er würde das Bike in 6 Wochen kaufen und dann jeden Monat abstottern … Ich war verblüfft, wollte er sich doch im nächsten Jahr einen alten Ford kaufen. Aber wer hat, der hat!

Am nächsten Tag war ich vor ihm im Büro, was selten vorkam, denn er kam immer eine Viertelstunde früher als nötig. Auf jeden Fall kam er um 09:05 Uhr gut gelaunt ins Büro und eröffnete mir den Tag mit “In 6 Wochen werde ich 3 Inch größer sein. Ich dachte nicht zu verstehen und fragte mehrmals nach. Aber ich hatte schon richtig verstanden. Rittu wollte innerhalb der nächsten 6 Wochen um 3 Inch wachsen. Er fühlt sich zu klein, ist es aber definitiv nicht. Aber er hatte eine Werbung im Internet gesehen, wo ein Chirurg Werbung für seine Gelenk-Streckung macht. “Bis zu 3 Inch größer in nur 6 Wochen, ganz ohne Operation, Narben und Schmerzen”. Das klang natürlich toll. Und Rittu war voll überzeugt und hatte schon sämtliche Imformationen der Webpage durchgelesen. Auf meine skeptische Nachfrage reagierte er leicht ärgerlich. Dann verwies er mich auf die ganzen “Experten”, die sich für diese Methode verbürgen und sie selbst anwenden. Natürlich waren auch diverse ich sage mal “gefakte” Berichte von Patienten dabei, die sich jetzt nen Keks freuen, ein paar Zentimeter größer zu sein.

Für mich wars erstaunlich, dass Rittu trotz universitärer Bildung so naiv und unkritisch an die Sachen herangeht und der Werbung glaubt ….. Ich habe noch ne Weile mit ihm gesprochen, aber keine Erfolg in dieser Sache verbuchen können. Aber ich konnte ihn davon abbringen, ein Navigationsgerät für ein Auto zu kaufen “kostet ja nur 80 €” …. . Das Argument, welches ich benutzt habe ist einfach wie auch genial “Rittu … du hast überhaupt kein Auto”.

Ich glaube, er würde gerade alles kaufen. Das erste eigene Geld hat ihm gerade mächtig zugesetzt, muss sich erstmal daran gewöhnen. Das einzig sinnvolle, was er bisher mit seinem Geld getan hat ist, seine 3 besten Freunde einzuladen und einen Tee trinken zu gehen.

Rittu

Rittu… vielleicht nur ein Synonym für “Den Inder”, wie ich ihn kennen gelernt habe. Aber Rittu ist schon etwas mehr als das. Mein Kollege, mit dem ich die letzten 2 Monate zusammengearbeitet habe, versetzt mich immer wieder und vor allem immer noch ins Staunen. Eigentlich erstaune ich ihn, aber damit erstaunt er mich. Klingt komisch, ist aber so!

Rittu ist 23 Jahre alt, hat fertig studiert (der Abschluss hier ist geringer anzusetzen als unser Bachelor) und hat dann 1 Jahr für AIESEC Kochi gearbeitet. Er war verantwortlich für die Praktikanten wie mich, die aus dem Ausland nach Kochi kommen. Seiner Leistung ist es zu verdanken, dass Kochi im Jahr 2009 eine Auszeichnung von AIESEC INDIA erhalten hat. Er hat es geschafft, in seiner Amtszeit (1 Jahr) 52 Praktikanten nach Kochi zu holen. Vergleicht man das mit den jeweils 10-15 der Jahre zuvor, hat er ernormes geleistet.

Anfangs hatte ich ein wenig Stress mit Rittu, weil er doch extrem arbeitsgeil ist. Nicht, dass ich nicht gerne arbeite und Spaß an meiner Arbeit habe, aber er ist da ein Sonderfall. Er arbeitet einfach gerne und für ihn gibt es nichts anderes außer arbeiten. Praktisch jeden Tag mehrere Stunden mehr arbeiten als abgesprochen ist mir eher nicht vertraut. Aber dass er es toll findet, unentgeltlich den ganzen Samstag zu arbeiten, geht mir doch schon gegen den Strich. Zumal ich als “Neuer” schlecht sagen kann “Ich habe Vertrag über 40 Stunden und ich möchte auch was von der Stadt sehen und nicht 60 Stunden die Woche im Büro hängen”.

Ok, das mag Rittu´s spezielle Neigung sein, zumal er praktisch keine Hobbies hat und auch keinen Vereinen/Clubs angehört. Aber typisch indisch und schwer für mich zu verstehen war eine andere Eigenart. Der Chef ist in Indien der Chef, er hat recht und ist unfehlbar. Egal was er sagt, behauptet oder verlangt, du hast freundlich zu nicken und “Ja Chef” , “Natürlich Chef” “Sie haben recht, Chef” zu sagen. Auch wenn der Chef ziemlich offensichtlich Fehler macht, darf man ihn nicht darauf hinweisen.

Das ist zum Glück bei uns in Deutschland anders, zumindest meine Vorgesetzten bisher waren immer sehr dankbar, wenn man sie auf Fehler oder Verbesserungsmöglichkeiten hingewiesen hat. Der Ton muss natürlich stimmen und man sollte es unter 4 Augen machen, aber der deutsche Weg gefällt mir doch deutlich besser als dieser “blinde Befehlsgehorsam”

Aber sonst ist er  ein super netter Kerl. Oliver Kahn würde aber zu ihm  sagen “Rittu, Du brauchst mehr Eier!”

Komme sehr gut mit ihm klar, auch wenn mich eine Eigenart an ihm mächtig stört: Er ist unglaublich neugierig und liest immer meine Notizen. Deshalb habe ich angefangen, alles auf Deutsch niederzuschreiben. Aber auch das hat ihn nicht lange davon abgehalten, schließlich gibt es den Google-Translator, mit dem man ganze Text Passagen meistens sinngemäß übersetzen lassen kann.

Als ich dahinter kam, musste ich mir etwas neues einfallen lassen. Jetzt schreibe ich meine Notitzen weiterhin in Deuscher Sprache, Lasse aber bei doppelten Konsonanten jeweils einen weg, vertausche “c” und “k”, schreibe Schlüsselworte absichtlich falsch und benutze sehr viele Lateinische Vokabeln, wenn möglich.

Wir haben viel Spaß 🙂

Ganz viel Kater

Nach fast 4 Monaten habe ich gestern zum ersten Mal wieder richtig Sport gemacht. Richtig Sport bedeutet, mehr zu tun als den Weg zur Arbeit zu gehen oder mal den Aufzug nicht zu benutzen. Zuletzt bin ich mit Tine um die Alster gejoggt und danach hat sich leider mein Knie entschieden, mehr oder weniger zu schmerzen.

Und jetzt die letzten Wochen in Indien war es schlichtweg nicht möglich, Sport zu machen. Bei 34°C und hoher Luftfeuchte ist jeder Schritt zuviel eine Anstrengung, der man doch gerne ausweicht.

Jetzt hat es sich heute ergeben, dass wir am frühen Abend endlich mal Fußballspielen. Ich hatte schon einmal mit Cricket gespielt, aber beim Cricket steht man nur rum und wirft alle paar Minuten einen Ball. Wirklich Bewegung kam jetzt im Fußball auf. Mein Team verlor knapp 15 zu 13 und wir waren die vollen 2 Stunden 1 Mann mehr. Aber dieser eine Mann entpuppte sich als -1. Jedes Anspiel auf ihn war ein Ballverlust…. Naja, Spaß gemacht hat es trotzdem. Endlich mal wieder kicken! Es ist und bleibt mein Lieblingssport!

Vielleicht schaffen wir es die Woche oder so nochmal, bevor ich mich dann Richtung NZ verabschiede. Ich hoffe und denke, dass ich bis dahin meinen Muskelkater überwunden habe. Alter Schwede, mir tut alles weh! Muss in Hamburg dringend wieder mit Joggen anfangen!

Verlorene Wetten….

Die WM ist mittlerweile in vollem Gange und ich versuche, mir so viele Spiele wie möglich anzusehen. Heute hat das ganz gut geklappt. Bei Slovenien-Neuseeland bin ich fast eingeschlafen, so schlecht war es. Lag faul im Sofa mit nem Bier in der Hand und fragte mich, warum Slovenien nach der tollen Qualifikation plötzlich gegen den Fußballzwerg Neeseeland solchen Murks fabriziert. Dann fiel endlich das 1:0 für Slovenien, das Spiel wurde aber nicht besser. Freute mich aber, weil ich auf ein 1:0 gesetzt hatte. in Minute 89 musste ich dann los, einkaufen und mit Freunden zum Alkoholladen gehen.

Wir wollten uns das Spiel Elfenbeinküste gegen Portugal zusammen ansehen und dabei Alkohol aus der Region/Land trinken. Dazu gabs Sagre Bier aus Portuga, das war recht lecker, durchaus trinkbar. Das spiel war eine einzige Enttäuschung. Wenige Offensivaktionen und eine extrem Hohe Fehlpassquote. Von den beiden Mannschaften gefielen mir die Afrikaner noch besser, aber leider verdaddelten sie viele gute Ansätze durch zu viel Hacke, Spitze, 123. 0:0 war das Resultat dieses Spiel.

Anschließend wollte ich eigentlich nach Hause und ein bisschen chillen, bevor ich schlafen gehe, aber ich wurde überredet, doch noch das letzte Spiel des Abends anzuschauen. Brasilien gegen Nordkorea. Im Vorfeld fiel das Spiel durch einen seltsamen Schachzug des irren Diktators auf. Er hatte, weil er alle Landsleute im Land einsperrt, in China eine PR Aktion gestartet. Die VR Korea sponsorte den Chinesen 1000 Tickets und Flüge zur WM nach Südafrika. Alles inklusive, man musste nur für die Koreaner jubeln und lautstark das Team feiern.

Der Diktator ist also zusätzlich noch ein SchlitzOhr

Aber was trinkt man beim Match Brasilien-Nordkorea? Brasilianische Getränke habe ich die letzten Wochen reichlich gekostet, wir wollten Nord Koreanische Spezialitäten probieren. Nur was gibt es? Bisher ist der Warenstrom bei Luxusartikeln doch eher sehr einseitig nach Korea, raus kommt da eigentlich nichts. Der LiqueurShop konnte uns leider nichts aus Korea anbieten, nur einen “Kwai Feh Lychee Liqueur” aus …. China! Aber ist ja fast NordKorea.

Auf dem Weg zurück vom Shop sprachen wir noch über Brasilien und die Rangliste. Brasilien steht recht weit oben, NordKorea eher weiter unten. Leider lies ich mich auf eine recht blöde Wette ein, aber einmal ausgesprochen konnte ich nicht mehr zurück. Ich wettete, dass Brasilien den Fußballzwerg Nordkorea mit mindestens 4 Toren unterschied schrubbt. Leider war das nicht der Fall. Korea stand sehr tief hinten und war viel besser als ich dachte. Zum erstaunen aller schossen sie sogar ein Tor!!! Damit hat Nordkorea schon im ersten Spiel alle gesetzten Ziele erreicht: “Ein Tor schießen”

Doof für mich, da ich jetzt den Alkohol bezahlen muss (14 Euro) und … das schlimmste! Ich muss ihn behalten/trinken!!! Dieser Litchi Pfui schmeckt nach WC Duftwasser, 20%, hoch viskos und seeeeehr süß. Ziemlich bäh.

Zu allem Überfluss erfuhr ich dann auch noch, dass Neuseeland in Minute 9o+3 noch den Ausgleich geschossen hat und ich auch diese Wette verloren hatte….AHHH!!!

Aber schön, wenn man sagen kann: “Pech im Spiel, Glück in ……”


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Und es regnet …

Es ist Samstag, ein freier Tag. Prädestiniert, einen kleinen Ausflug zu machen, einen frisch gepressten Fruchtsaft am Straßanrand zu trinken, einen Bootstrip um den Hafen zu unternehmen oder endlich einmal den palmengesäumten Kanal aufzusuchen, den Ich aus meinem Zimmer immer sehe. Ist etwa 2 Kilometer von mir entfernt und ich hatte noch nie die Zeit, mal dorthin zu stiefeln. Hatte ich eigentlich für heute vormittag geplant.

Aber jetzt geht es schon langsam auf Nachmittag zu und seit ich heute um 7 Uhr morgens aufgewacht bin, regnet es. Mal stark, mal sehr stark. Phasen des Nieselregens gibt es auch, aber Regen in jeder Form ist eher uncool für meine Kamera. Daher hocke ich jetzt in meinem Zimmer, räume auf, schreibe Mails, höre Musik und …. lese!!

Nach 7 Wochen Indien habe ich endlich die Zeit, mein Buch weiterzulesen. Auf dem Hinflug bin ich auf seite 14 eingeschlafen. Worum es geht, weiß ich leider noch nicht. Aber das werde ich gleich rausfinden!

Nachtrag vom Abend!

Um 12:00 bekam ich einen Anruf von Diana, sie wollten zum Kino fahren und fragten mich, nett. Ich sagte natürlich sofort zu, stieg unter die Dusche und schnappte mir eine Ryckshaw, mit der ich dann zumink Appartment fuhr und die anderen 4 einsammelte. Ich hatte immer über die indische Angewohnheit geschmunzelt, sich mit 5 -8 Mann hinten auf die kleine Rückbank der Ryckshaw zu quetschen, aber jetzt taten wir das gleiche. Respekt!!!

Es war sehr unbequem, da ich als 194 cm Mann schön alleine in diesen Fahrzeugen nicht aufrecht sitzen kann. Und dieses 20 minütige Gruppenkuscheln erinnerte mich doch stark an eine Wette aus “Wetten Dass???”, wo sich 25 Menschen in einen VW Golf quetschen. Aber wir kamen schließlich am Kino an konnten uns in die Schlange stellen, um Karten für den Film “Robin Hood” zu ergattern. Ganz Kochi hat nur 2 Kinos, eins in der Nähe des Wassers am Marine Drive, das andere ist außerhalb gelegen und teil einer “riesigen” Mall. Das Mall Kino kostet 3 Euro, unser gerade mal 1,20 Euro.

In Indien gibt es immer 2 Schlagen, eine für Frauen und eine für Männer. An der Schlange für Männer standen 25, an der “Frauen-Schlange” nur 2. Ist klar, wo wir uns anstellten? 🙂 Das Kino ist ein einziger großer Saal mit dem Charm einer Farbikhalle. Vorne ist eine für den Saal viel zu kleine Leinwand und auch die Boxen sind nur frontal vorhanden, aber eigentlich kann man nicht meckern, war schon klasse.

Bisschen blöd ist nur, dass ich in kurzer Hose und T-Shirt dort saß und mir einen abgefroren habe. Die drehen die Klimaanlage dort so weit runter, dass es nicht mehr feierlich ist. Der Film hat mir nicht so gut gefallen, mag aber auch an der sehr schlechten Sondqualität und der der stark nuschelnden Darsteller liegen. Russel Crowe bekommt irgendwie die Kiefer nicht auseinander und das macht es doch recht komliziert, ihn zu verstehen. Selbst unser Schweder, der verdammt gut englisch spricht hat kaum was verstanden.

Ein weiterer Grund für das schlechte verstehen des Films könnte aber auch die Tatsache sein, dass Inder anscheinend nicht ins Kino gehen, um den Film zu sehen. Meiner Meinung nach gehen sie ins Kino, um sich lautstark zu unterhalten, zu telefonieren, zu schlafen, oder Popcorn in infernatlischer Lautstärke zu essen. Dieses akkustische Störfeuer war aller erster Güte.

Nach 3 Stunden war der Film zu Ende und wir wieder draußen waren, hatten wir zum Glück 3 Stunden Starkregen verpasst. Die halbe Stadt war abgesoffen, die Siele voll, die Wege und Straßen überflutet. Ich hatte leider nur mein Handy dabei und habe versucht, damit die Seenlandschaft festzuhalten.

Und das soll jetzt so noch 10 – 14 Wochen so weiterregnen. Prost Mahlzeit!