Gewohnt bei Catis Großeltern in Königs Wusterhausen südöstlich von Berlin.
Vorher musste mein Rennrad auseinander gebaut werden, damit es in den Kofferraum von Ullas Auto passt. Die Rückbank wurde benötigt, um die Benzinkosten zu senken, durch die Mitnahme von Mitfahrern. Samstag dödelten wir durch Berlin und schafften es kurz vor einen Riesenschauer gerade noch in den Hugendubel und fanden noch einen Fensterplatz. Cati konnte Zeitschriften lesen und ich hab bei leckerem Kaffee eine Postkarte geschrieben. Draußen liefen hunderte Menschen mit Neongrünen Beuteln auf dem Rücken herum-Das Start-Set für den Skoda Velothon (www.skoda-velothon-berlin.de). Neben mir lag auch so ein kleiner schicker Beutel. Am Rennsonntag bin ich dann früh morgens alleine mit dem Auto in diese mir unbekannte Großstadt gefahren, alles gefunden ohne mich zu verfahren. Dann schnell das Fahrrad ein letztes Mal überprüft und ab in die Bahn und am Ziel den richtigen Startblock angesteuert. 30 Minuten zu spät gestartet, dann gings aber richtig los. Mein Block war sehr langsam und anfangs musste ich 2x lücken zufahren, weil sich die Gruppe teilte und ich den schnelleren Teil erwischen wolllte. War ein absolut tolles Rennen, hatte nach ca 10 Minuten ein Trio vor mir, dass mich bis zum Ziel begleitet hat. Wir waren über 90% der Zeit eine etwa 20 Mann starke Gruppe, in der das fahren richtig Spaß machte. Nur das herausdbeschleunigen aus den kurven muss ich das nächste mal besser trainieren. Es ging von der Kraft zwar, aber nach 10 Kurven erschöpfte ich doch schon und es solltrn noch 30 Folgen.
An dieser Stelle ein dickes Minus für die Straßen Berlins, ein Schlaglochtempel und für Rennräder denkbar ungeeignet. Michhätte es einmal fast umgehauen. Während des Rennens habe ich einen Sturz gesehen, keine 4 Meter vor mir. Zum Glück ist er zur Seite gefallen, sonstwäre ich mit meiner Gruppe in ihn reingefahren.
Richtig gefährlich wurde es am Ende. Meine Gruppe fuhr 10 Kilometer vor dem Ziel in einen riesigen Pulk rein und jede Gruppendynamik verlor sich. Das Tempo zog massiv an, weil sich alle vor dem Ziel noch mal reinlegen wollten. Durch enge Straßen und auf schlechten Belag schaute ich fast nur auf die Straße 2 Meter vor mir, nur nicht fallen!
Im Gegensatz zum letzten Jahr in Hamburg hatte ich am Ende nicht meh so viel Kraft über, ich hatte mich während des Rennens besser verausgabgt. Von meiner 20er Gruppe wurde ich nicht ohne Stolz erster 🙂
120km in 3 Stunden und 9 Minuten, da war ich stolz. Das entspricht etwa 36,84 km/h

Es geht weiter, irgendwann schaffe ich die 40 km/h