Mein erster Besuch in Weimar, Catja und Ihre Eltern besuchen. Da ich dieses Jahr mit dem Motorrad meiner lieben Tante noch nicht unterwegs war, wollte ich die Tour Hamburg-Weimar machen. Es war leichter Nieselregen angekündigt, aber anfangs hatte ich Glück. Aufgebrochen bin ich am 21.05.2009 um 6:20 morgens in der früh. Über Dahlem, wo ich frühstückte, Dahlemburg Gifhorn, Wolfsburg, Braunschweig, Peine, Salzgitter, Goslar ging es in den Harz. Keinen dieser Orte habe ich direkt durchfahren, immer schön dran vorbei.
Im Harz wurde das Wetter schlechter, es zogen dichte Regenwolken auf. Ich war bereits 6 Stunden unterwegs und so langsam machte das durch die Landschaft zuckeln keinen Spaß mehr. Dann bin ich vor Goslar bei Tempo 135 geblitzt worden. Erlaubt waren gerade mal 60 kmh. Aber zum Glück haben Motorräder vorne keine Nummernschilder :).
Ne Frechheits wars trotzdem. Eine super ausgebaute, 2 spurige Straße und plötzlich hinter einer ganz leichten Kurve steht ein Blitzer. Der Blitzer darf da ja gerne stehen, aber warum man hier das Tempo auf 60 begrenzte war mir unverständlich.
Aber der Harz lag vor mir. Nur kurz geärgert. Fun. Enge, steile Kurven. Raufschalten und wieder runter, meist mit Vollgas. Ein Traum. Scheiß auf Spritverbrauch! Nach vielen Kilometern, die meinen ökologischen Fußabdruck tiefschwarz haben werden lassen, fing es an zu regnen und ich suchte mir einen Unterstand. War ziehmlich durchgefroren und verbrachte im Café Okerterrasse 2 Stunden mit heißer Schokolade und einem langen Paps-Telefonat.

St. Andreasberg

Danach gings noch zum Brochen und Fotos machen. Braunlage. Dann fing es immer stärker an zu regnen und langsam sabschte sich meine Kleidung durch. Jacke und Hose sind dicht, aber Schuhe und Handschuhe nicht. und Mir wurde kalt.
Also vollgas …. Tempo 80, dank unzähliger nicht überholbarer Pferdegespanne, die 1000 Autos hinter sich herzogen. Aber dann war ich in Weimar. Catja noch nicht da, die Mutter machte mir auf und setzte mich erstmal in die Badewanne. Super!
Die Tage waren kurz und ereignisreich. MIt dem Rad zum Belevedere hochstrampeln “Catja braucht kein Wasser”, am nächsten Tag nach Buchenwald. Das soooo bewegend und bestürzend, dass ich komplett den letzten Bundesligaspieltag vergessen hatte. Und auf dem Heimweg dann im Radio die tolle Nachricht hörte: “Durch ein Tor in der 94sten Minute von Troche ist der HSV auf Platz 7 vorgerückt, weil zeitlich Dortmund gegen Gladbach patzte”.
SUUUUUUUPER HSV!

Am Abend gings dann noch nach Erfurt und zur Festung und vor dem DOM von Erfurt ein leckeres Milchreis Eis essen.
Lecker.

Die Rückfahrt mit dem Motorrad war auch toll und verlief bis auf die späte tief stehende Sonne problemlos. Der Vater brachte mich auf seiner Maschine noch bis zum Kyffhäuser und zog mir 3x davon weil er vergessen hatte, dass ich mit meinen 34 PS nicht bergauf mal eben zum überholen durchstarten kann wie er auf seinem PS Monster.

War super!