Warning: Declaration of mystique_CategoryWalker::start_lvl(&$output) should be compatible with Walker::start_lvl(&$output, $depth = 0, $args = Array) in /homepages/16/d508845845/htdocs/blog/wp-content/themes/mystique.2.4.2/mystique/lib/core.php on line 70

Warning: Declaration of mystique_CategoryWalker::end_lvl(&$output) should be compatible with Walker::end_lvl(&$output, $depth = 0, $args = Array) in /homepages/16/d508845845/htdocs/blog/wp-content/themes/mystique.2.4.2/mystique/lib/core.php on line 70

Warning: Declaration of mystique_CategoryWalker::start_el(&$output, $category, $depth, $args) should be compatible with Walker::start_el(&$output, $object, $depth = 0, $args = Array, $current_object_id = 0) in /homepages/16/d508845845/htdocs/blog/wp-content/themes/mystique.2.4.2/mystique/lib/core.php on line 70

Warning: Declaration of mystique_CategoryWalker::end_el(&$output, $page) should be compatible with Walker::end_el(&$output, $object, $depth = 0, $args = Array) in /homepages/16/d508845845/htdocs/blog/wp-content/themes/mystique.2.4.2/mystique/lib/core.php on line 70

Warning: Declaration of mystique_PageWalker::start_lvl(&$output) should be compatible with Walker::start_lvl(&$output, $depth = 0, $args = Array) in /homepages/16/d508845845/htdocs/blog/wp-content/themes/mystique.2.4.2/mystique/lib/core.php on line 126

Warning: Declaration of mystique_PageWalker::end_lvl(&$output) should be compatible with Walker::end_lvl(&$output, $depth = 0, $args = Array) in /homepages/16/d508845845/htdocs/blog/wp-content/themes/mystique.2.4.2/mystique/lib/core.php on line 126

Warning: Declaration of mystique_PageWalker::start_el(&$output, $page, $depth, $args, $current_page) should be compatible with Walker::start_el(&$output, $object, $depth = 0, $args = Array, $current_object_id = 0) in /homepages/16/d508845845/htdocs/blog/wp-content/themes/mystique.2.4.2/mystique/lib/core.php on line 126

Warning: Declaration of mystique_PageWalker::end_el(&$output, $page) should be compatible with Walker::end_el(&$output, $object, $depth = 0, $args = Array) in /homepages/16/d508845845/htdocs/blog/wp-content/themes/mystique.2.4.2/mystique/lib/core.php on line 126

Warning: Declaration of mystique_MenuWalker::start_lvl(&$output, $depth) should be compatible with Walker::start_lvl(&$output, $depth = 0, $args = Array) in /homepages/16/d508845845/htdocs/blog/wp-content/themes/mystique.2.4.2/mystique/lib/core.php on line 169

Warning: Declaration of mystique_MenuWalker::end_lvl(&$output, $depth) should be compatible with Walker::end_lvl(&$output, $depth = 0, $args = Array) in /homepages/16/d508845845/htdocs/blog/wp-content/themes/mystique.2.4.2/mystique/lib/core.php on line 169

Warning: Declaration of mystique_MenuWalker::start_el(&$output, $item, $depth, $args) should be compatible with Walker::start_el(&$output, $object, $depth = 0, $args = Array, $current_object_id = 0) in /homepages/16/d508845845/htdocs/blog/wp-content/themes/mystique.2.4.2/mystique/lib/core.php on line 169

Warning: Declaration of mystique_MenuWalker::end_el(&$output, $item, $depth) should be compatible with Walker::end_el(&$output, $object, $depth = 0, $args = Array) in /homepages/16/d508845845/htdocs/blog/wp-content/themes/mystique.2.4.2/mystique/lib/core.php on line 169
Sport

Sport

Marathon

Bestzeit Marathon 226 war am 01.09.13

Sagenhafte 06:47:08 Stunden war ich unterwegs. Okay, es war der Marathon am Ende eines IronMans in Köln. Aber die Zeit bleibt trotzdem unterirdisch. Es war mein erster “Marathon” war, zumindest glaube ich das. Denn einige Wanderungen bei den Pfadfindern waren in der Größenordnung. Aber da habe ich die Zeit nicht gemessen und sie sprengte wohl den Rahmen.

Auf jeden Fall enspricht diese Zeit nicht mehr als “mäßig bis schnelles gehen”. In Köln war ich noch gut 10 km so etwas wie gelaufen. Danach nur noch schnelles gehen. Aber jetzt war ja Hamburg. 8 Monate später. Die tolle Motivation direkt nach dem IronMan war einer 12 wöchigen Lethargie gewichen, die mich etwas sehr aus dem Konzept brachte. Darüber hatte ich in diversen Berichten gelesen aber es nicht wirklich nachempfinden können. Das Loch in der Motivation. Die Leere, wenn das Ziel plötzlich hinter einem liegt, die Müdigkeit in den Knochen. Und trotzdem der Stolz bleibt!

Dann war ich zu Besuch in Wien bei einem Freund. “Zufällig” war an dem Wochenende in Wien der Marathon und ich wollte zum Zeitpunk der Anmeldung über die volle Distanz gehen. Doch eine Erkältung 2 Wochen vorher und ein nervender Reizhusten sorgten dafür, dass ich nur die halbe Distanz lief. Eigentlich nicht erwähnenswert. Aber unser (Danas und meiner) Gastgeber lehnte sich danach etwas aus dem Fenster und sagte: “Ich bin noch nie gelaufen. Aber ich kann 10 Minuten laufen. Wenn ich das schaffe kann ich auch 10km laufen. Und wenn ich das schaffe kann ich auch einen Marathon laufen”

Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass in 3 Wochen in Hamburg Marathon ist und er sich anmelden soll wenn er das so meint. Er sagte ja. Ich hielt ihn für verrückt. Aber er hat sich dann mit meiner Hilfe (er hat keine deutsche Meldeadresse) einen Startplatz besorgt (regulär!!!) und ist mit Frau und Kind nach Hamburg gekommen.

Am Tag des Marathons wirkte er fit und agil. Trotzdem voller Respekt. Und redete was von “Wie, das ist ein ganzer??? Ich dachte ein Halber”. Naja. Hundertmal gesagt. Der Hamburg Marathon ist meins ein Hamburg Marathon. Deswegen heißt er so. Aber er ist angetreten. Im letzten Startblock standen wir. Es war saukalt. Hamburger Nieselwetter und Sprühregen. Kalt und Ekelhaft für uns die wir noch 40 Minuten auf den Start warten mussten. Aber irgendwann ging es dann doch los. Viel zu schnell, wie immer.

Und auch er legte ein Tempo an den Tag, das ich nur schwer mitgehen konnte/wollte. Nach 4 km wurde er langsamer, nach 8 mussten wir gehen und ab dann war es immer wieder gehen, laufen, gehen, laufen. Km 14 sagte er mir, dass er mich bremse und ich doch bitte alleine weiter soll. Km 15 bin ich dann alleine weiter. Er, Adrian, hat sich noch bis zum HM gekämpft. Aber das immerhin geschafft! Respekt. Sicherlich wäre er auch ins Ziel gekommen, aber zu welchem Preis? Irgendwann muss man aufhören.

Ich habe dann von 15-24 noch ein gutes Rennen abgegeben. Gezogen hat die Motivation, dass bei km 26 meine Familie wartet. 26 – 32 ging durch die Straßen meiner Jugend. Motivation ist alles. Massagestand. Ich würde gerne. Aber ich zweifle an der unmittelbaren Wirkung. Und ich habe einen Schrittmacher ca 50 m vor mir. der leidet wie ich. Aber er gibt nicht auf. Und ich bleibe dran.

Km 36, ich bin alle. Meine Füße sind angeschwollen, der große Onkel stößt vorne an. Schon beim IronMan ist mir danach der Nagel abgefallen. Wird wohl wieder passieren. Lässt sich nicht ändern. Um mich herum haben einige Kameras dabei. Bleiben kurz stehen, machen Fotos. Ein etwas abfälliges “Touristen” durchzieht meine Gedanken. Aber auch ein “Eigentlich ne geile Idee” und “ich lebe in einer super schönen Stadt” durchziehen meine Gedanken.

Am Rand fallen mir immer wieder 2 Jungs und 1 Mädel auf. Alle in etwa mein Alter. Sie feuern (auch) mich an. Aber hauptsächlich ihren Vater, der fast genau mein Tempo läuft (+1 Minute) wie ich später erfahre. Die drei Geschwister haben eine große HSV Flagge dabei und feuern Ihren Vater an. Und da ich das selbe Tempo laufe UND …. im HSV Trikot unterwegs bin hat man sich schnell erkannt.

Km 37 gehe ich erstmals längere Strecken. Eine Frau überholt mich, feuert mich an. “Los jetzt, gleich geschafft. Nicht aufgeben”. Ich versuche dranzubleiben. Lasse abreißen. Geht nicht mehr. Schnelles gehen. Immer mal wieder leichter Trab für einige hundert Meter. Gehen. Einige Zuschauer sind wunderbar. Ich bewundere besonders die, die auch bleiben oder erst kommen, wenn die Elite durch ist. So viele mir völlig unbekannte Menschen haben mir ein gequältes, aber ehrliches, Lächeln abgetrotzt, mich motiviert, doch nochmal Gas zu geben oder mir Getränke und Kekse (Kinder in Ohlsdorf) angeboten.

Km 39. Die Frau, die mich motivieren wollte kommt in Sichtweite. Sie kann nicht mehr. Ich versuche sie mitzuziehen. Keine Chance. Sie bleibt zurück und kommt wahrscheinlich irgendwann nach mir ans Ziel. Bei mir ists auch aus. Trommler Gruppen, Zuschauer am Rand, niemand kann mich mehr motivieren. Ich kann einfach nicht mehr. Gehen ist noch drin. Womöglich auch noch weitere 40 Kilometer. Aber laufen werde ich nicht mehr. Ein Trost ist, dass alles um mich herum genauso drauf ist wie ich. Keiner läuft mehr. Alle schleppen sich ins Ziel. Keiner gibt auf. Wär jetzt auch doof, oder?

Km 41. Laaaanger seichter Anstieg vor dem Ziel. Einige ziehen wieder an. Ich bin im Gespräch mit einem “alten Hasen”. Er sagt “wer sich jetzt am Berg verausgabt in der Hoffnung auf einige Sekunden besser hat sie nicht alle. Meistens holt man sie schnell wieder ein.” Er sollte recht behalten. Jeder der am Berg 10-15 Sekunden gewonnen hat verliert auf den letzten 1000 Metern 2 Minuten. Die letzten 500 Meter werden gelaufen. Es tut zwar alles weh, aber egal. Das spürt man kaum. Dieser Moment ist einfach unglaublich. Macht süchtig.

Im Ziel angekommen dann große Freude. Und der Schreck. Mein Beutel mit allen Sachen (Handtuch, trockene KLeidung, HVV Karte, Handy) ist weg. Ich muss in einer Rettungsdecke vom Roten Kreuz in nasser kleidung bei nasskalten Temperaturen nach Hause fahren – wo meine Kleidung auf mich wartet. Adrians Frau wollte die Sachen eigentlich im Startbereich ablegen – durfte aber nicht rein. Mist. “Nur mit gültiger Startnummer…..”

aber immerhin:

06:47:08 – Alte Bestzeit

05:24:28 – Neue Bestzeit

01:22:40 – Fast 1,5 Stunden Schneller. Woohooo. Das gleiche nochmal und ich habe meine Zielzeit für 2015 (04:00:00) erreicht 🙂

Ziel für 2015 wird 04:20:00 sein. Langzeitziel ist 03:30:00

2013-09-08_Alsterlauf_001

Alsterlauf

Der Traditionslauf. Ziel erreicht – unter 01:00:00 geblieben, yeah.

Nächstes Jahr wird die Zeit aber besser ausfallen. Immer nur “ankommen” macht keinen Spaß 🙂

2013-09-08_Alsterlauf_001

Call me “IronMan” – Auferstanden aus Ruinen

Ja, IronMan. IronMan. IronMan. IronMan. IronMan. IronMan. Das bin ich wohl jetzt. Wobei ich ganz klar sagen muss, dass ich nicht so miserabel finishen wollte. Aber der Reihe nach. Am 09. August 2012 habe ich mich für die Langdistanz in Köln angemeldet. 13 Monate sollten reichen, um aus einem sportlichen Menschen einen IronMan zu formen, der in guter Zeit (12:00:00) durchs Ziel kommt. Das Programm war ambitioniert, keine Frage – Aber durchau machbar. 3 Wochen nach der Anmeldung bin ich nach Island geflogen für einen 2 wöchigen Roadtrip. Der 1. September fiel in diesen Urlaub (1 year to go!!!!). In Hamburg angekommen ging die vorbereitung weiter. Am 23.09. war das Alster Schwimmen, nur 500 Meter und es lief mäßig, aber ich fühlte mich gut. Einen Tag später ein 12km Run um die Alster, lief gut.

 Tage später, am 27.09. fuhr ich morgens mit dem Rad zur Arbeit (Airbus). auf dem Weg dahin wurde mir schwummrig. Im Büro angekommen, hatte ich Kopfschmerzen. Nach 1 Stunde glaubte ich, Fieber zu haben. Ich packte meine Sachen und ging zum Betriebsarzt, der stellte Fieber (38,5°C) fest und schickte mich nach Hause. Nach der Fähre (Airbus Mitarbeiter kommen mit der Fähre, ja!) lagen wie immer 9km Rad vor mir. Doch es ging nicht. Fahrradmitnahme im Shuttle Bus, bis Altona. Von dort musste ich leider doch mit dem Rad fahren. Schrecklich. Zu Hause angekommen ging es direkt ins Bett. Kopfschmerzen, Fieber, Benebelt. Die Aspirin Dosen wurden erhöht. Am Folgetag, Freitag, hatte mein bester Freund 30sten Geburtstag. Für mich ein absoluter Pflichttermin, auf den ich mich auf super gefreut hatte. Zum Glück wurde das kurzfristig abgesagt und mittlerweile kann ich behaupten, dass das für mich ein wahrer Glücksfall war.

Am Samstag, 29.09. bin ich ins Gästezimmer gezogen. Ich war ein Unruheherd, schlafend, leidend, sich bewegend. Es ging nicht gut, aber meine Freundin sollte zumindest Nachts etwas Ruhe finden. “Wenn es schlechter wird, bitte wecke mich” hat sie gesagt. Mein Vater rief an. Es gab ein Familienfrühstück am Sonntag. Ich sagte zu. Diese Frühstücke im Kreis der Familie sind eine der Highlights im Leben. Am Sonntag rief er noch einmal an. Ich konnte einfach nicht. Es tat alles weh. Mittlerweile hatte ich 6 Aspirin drin und kurz davor, ins Krankenhaus zu gehen. Mein Vater sagte “Ich hole dich ab und bringe dich wieder nach Hause” – sacre bleu. Doch es ging einfach nicht. Er kam am Sonntag nochmal vorbei und schaute sich den Patienten an. Doch der hatte nur Kopfschmerzen. Montag war nur noch schrott. Selbst der Termin beim Hausarzt ging gar nicht. “Wenn es schlechter wird, bitte wecke mich”. In der Nacht von Montag auf Dienstag glaubte ich, mein Schädel platzt. Nur noch Schmerzen, Schmerzen. Asp, Para, Ibu, alles hilft nicht. Temperatur ist bei 40,5°C. Mitten in der Nach krieche ich zu meiner Freundin “es geht nicht mehr, ich kann nicht mehr”. Sie ruft ihren Vater an, wie vor 2 Tagen verabredet, der mich dann ins Krankenhaus bringt.

Im Krankenhaus bin ich nicht mehr wirklich ansprechbar. Die Frage ob ich eine örtliche Betäubung bei der Lumbalpunktion wünsche beantworte ich sehr eloquent mit “hä?”. Irgendwer bohrt mir im Rücken rum. Ich merke nichts. Mein Zustand wird als “apathisch” beschrieben. Nicht gut, denke ich. Es folgen 4 Stationen, darunter 2 Tage “Intensiv” und jeder Menge Schmerzen. Ich habe ein Meningitis, wird mir eröffnet. “3 Wochen Sportverbot – mindestens” . Das kann nicht wahr sein denke ich. Mein Vater verfügt auch über eine Sono (zum Glück) Am nächsten Morgen bei der Visite sagt mein Arzt. Sie haben auch eine Herzmuskelentzündung, yeah. Das heißt, 3 Wochen Sportverbot erscheinen plötzlich wie ein Jackpot. Es sind jetzt mindestens 6 Monate. Ob danach noch Sport möglich ist – wer weiß.

Die schlechteste Nachricht, die ich je bekommen habe. Tiefpunkt. Tiefpunkt. Alles bricht zusammen. Totale schonung ist angesagt. Langzeit EKG und Puls Kontrolle. Der Puls darf nicht über 100 kommen. Nach 10 Tagen imBett wiege ich 12 Kilo weniger. Fotos aus der Zeit sind nicht schön. Ich lerne wieder schrittweise zu gehen. 3 Meter, 5 Meter, 20 Meter – Immer am Handlauf entlang.  Nach 12 Tagen entlasse ich mich selbst. Rumliegen und nichtstun kann ich auch zu Hause. Und Morphium brauche ich zum Glück nicht mehr. Ich bekomme den Spitznamen “klein Schleichi”, weil ich alles in unglaublicher Geschwindigkeit tue.

Das Jahr vergeht, mein Geburstag wird sehr lustig, aber nicht sehr lang. Meine Freundin beendet irgendwann die Feier, weil ich wohl am Ende bin. Sie hat wohl recht. Aber es wird besser. Wir ziehen in die neue Wohnung. Umzug. Wir haben 13 Helfer. Es geht super. Ich habe noch nie einen Umzug gesehen, wo so viele Helfer waren und es so reibungslos ging. Ich selbst habe absolutes Verbot, mich zu betätigen. Einer der Helfer wusste nicht, wie es um mich steht und schaute mich mehrfach etwas irritiert an. Aber er wurde aufgeklärt. Es tut sehr weh, bei seinem eigenen Umzug nur herumstehen zu dürfen. Ich war Fahrer, Staubwischer, Telefonbiene und suppenaufwärmer. Es fühlte sich nicht gut an.

Meine Uni konnte ich natürlich in die Tonne treten. Meine letzte Klausur verbrachte ich auf Intensivstation. Wunderbar. Krank geschrieben über 3 Monate war ich obendrein. Das bedeutet so viel wie: Kein Geld. Studenten bekommen nach 6 Wochen kein Krankengeld, da sie nur “studentisch” versichert sich. Meiner Meinung nach ein großes Unrecht. Krank, “arbeitslos” und mit ungewisser Zukunft ging das Jahr zu ende. Wunderbar. 2012 ist sicherlich keins meiner Favoriten. Ich bekam aber einen Reha Platz. Am 10.01. war ich morgens dort. Super freundlich. Die Ärztin kümmerte sich super um mich. Aber am Ende meine sie “Herr skywalker, ich glaube Sie sind hier falsch. wir sind hier eine orthopädische Reha, sie brauchen die kardiologische Reha” – Wunderbar. Aber dank kurzer Dienstwege konnte ich trotz “5 Wochen Wartezeit” gleich am nächstne Tag im UKE anfangen.

Die Reha war wunderbar. Menschen, die das gleiche haben, die eine wunderbare Art von Humor haben, die das Leben anders betrachten. Ich fing an mit 40 Watt für 15 Minuten auf dem Ergo. Am Ende fuhr ich 250 Watt für 25 Minuten. Ein weiteres MRT hatte ergeben, dass meine Herzmuskelentzündung abgeklungen war. Ich durfte mich wieder belasten. An diesem 16.01.2013 hatte ich wieder Hoffnung, dass ich in Köln bestehen kann.

Da bin ich jetzt. In Köln. Ich bin sicherlich nicht perfekt vorbereitet, aber ich will es wissen. Die ärztliche Freigabe habe ich 5-fach. Trotzdem habe ich versprochen, auf meinen Puls zu achten. Wenn die Pulsuhr einen ungewöhnlich hohen Wertt anzeigt oder ich mich komisch fühle, werde ich abrechen. Aber es kam nicht so. Das Schwimmen verlief super, das Radfahren passalebel. Und das Laufen am Ende war … ein gehen. 42 Kilometer gehen. Es dauerte unendlich lange, aber es wurde vollbracht.

Dieses Event, diese Leistung wäre ohne Frank aus Berlin nicht möglich gewesen. Er, selbst Teilnehmer, hat mich motiviert und mich in den wenigen Stunden vor dem Rennen vorbereitet. Wir trafen uns während des Rennens mehrfach wieder und jedes Mal hatte er motivierende Worte. Frank, Triathleten gelten oft als Egoisten, als beschissende Egozentren. Du bist keiner! Aber allen vorran muss ich meinen kleinen Italiener hervorheben. Du hast mich vom Moment der Ankunft in Köl Hbf bis zur Abfahrt 4 Tage säter unglaublich unterstützt. Unglaublich. Du warst immer da, bist auf meine wünsche eingengangen. Hast unser Zelt, unsere Isomatten, Schlafsäcke und Sachen alleine durch die Stadt geschleift und hast mir in den letzten 20 Kilometern Beistand geleistet. Danke! Johnnny!

Das ganze Event war super organisiert, besonders beim Lauf selbst waren es die vielen freundlichen Helfer, die einen getragen haben.

Natürlich habe ich auch etwas Lehrgeld bezahlt. So war ich so aufgeregt, dass ich eher schlecht geschlafen habe. Und weil ich Ohropax drinnen hatte war die Angst, den Wecker zu überhören doch auch im Schlaf präsent. Doch alles klappte, ich stand mit dem Wecker auf und 10 Minuten später ging auch die Musik durch die Lautsprecher los. Dabei wäre JEDER aufgewacht, auch durch 20x Ohropax. (Wir zelteten direkt auf dem Veranstaltungsgelände)

Es war mein 5ter Triathlon, aber zum ersten Mal über die Iron Distance. Daher wohl etwas verplant. Ich habe vergessen, meine Wasserflaschen am Rad aufzufüllen und joggte dann noch in und aus die bereits geschlossene Wechselzone, um dieses Versäumnis auszugleichen. Vorher hatte ich den Neo angezogen. Am schließen des Reißverschlusses schaute mich ein anderer Triathlet verwundert an “Gibt es jetzt auch Neos, die vorne einen Reißverschluss haben?!?”. – Ich hatte meinen Neo falsch herum angezogen! Also trotz Zeitnot – Komando zurück 🙂

Die Sonne geht auf, so langsam – wir steigen ins Wasser. Machen uns warm. 10 Minuten vor uns starten die Profis. wir können aus dem Wasser heraus beobachten. Der Event moderator will uns “heiß machen”, pusht uns. Irgendwann stellt er die Frage: “Wer von Euch glaubt es war eine Dumme Idee, sich hier anzumelden?” – Und es heben ~95% der Teilnehmer die Arme. Er ist etwas verblüfft, hatte wohl etwas anderes erwartet.

Dann beschlägt meine Brille. Mal wieder. Aber egal.

Der Startschuss fällt und ich komme gut weg, es gibt keine “Triathlonübliche” Schlägerei am Anfang, alles ganz gesittet.

Die Strecke war/ist Regattastrecke. Es gibt auf den vollen 2km der Länge Führungsseile am Boden in etwa 1,5m Tiefe. Das heißt, ich muss mich nicht an Land orientieren sondern kann es so machen. Meine Konzentration gilt also dem Vordermann, in dessen Wasserschatten ich mich hänge und so viele wertvolle Minuten und Kraft spare.

Nach 20 minuten reicht die Sonne schon über die Baumkrone – schräg von rechts hinten. Da ich in Wettkampfsituation leider schnell in meine 2er Atmung verfalle und rechts atme, bin ich geblendet. Aber irgendwie ist es ein schönes Gefühl, vor dem Tag gestartet zu sein. Denn dieser Tag ist wohl der Erste an dem ich je gedacht habe “Die Sonne geht auf – und ich werde immer noch unterwegs sein – wenn sie wieder untergegangen ist”

Die Wendezone, für 200m fehlen die Stahlseile am Boden, meine Brille ist total beschlagen und ich schlingere ein wenig.

Arme werden müde, aber das ist normal. nach 3000m denke ich, dass ich heute auch 10km würde schwimmen können.

Neben mir taucht ein Schwimmer in orangen Dress auf. Er zieht vorbei. Ich achte auf meine Technik und ziehe LOCKER wieder an ihm vorbei. Verdammt, was technik im Wasser alles ausmacht. Leider vergisst man immer so schnell wieder, darauf zu achten.

Ich sehe Filippo am Rand stehen, 750m vor dem Ziel. Versuche ohne Finger zu pfeifen und ihn auf mich aufmerksam zu machen. Hand heben, rufen und winken will ich nicht. Bin ja nicht zum Spaß hier 🙂

Doch Mund und Lippen sind durch das Wasser ganz aufgequollen, kein Pfiff kommt raus. Egal! Er ist da, das zählt.

Dann habe ich es geschafft, der Ausstieg. Einige kommen nur schwer aus dem Wasser. Ich schwimme auf eine Rampe zu, dort stehen 8 Helfer immer zu 2 gegenüber alle 3 Stufen und ziehen die Schwimmer wie am Fließband aus dem Wasser und befördern sie auf die Strecke zur Wechselzone.

Ich höre wieder die Musik und den Moderator. Vor mir steht Filippo und macht Fotos. Ich höre den Moderator lachen “Ich hoffe, der Helfer, der gerade ins Wasser gefallen ist hat auch einen Neo an”

ich finde mein rad. nur schwer. denn ich bin im wasser wohl sehr schnell gewesen.
die meisten räder stehen noch da, also muss ich meins suchen.
ich ziehe den neo aus, will mich abtrocken.
aber das handtuch ist im “ziel beutel” – tolle wurst.
also mit nassen kalten füßen in die socken.
leider nicht mein einziger fehler heute.
denn ich habe bestimmt 2 stunden eiskalte Füße und befürchte
kurz, abbrechen zu müssen, wenn das noch schlimmer werden sollte
aber irgendwann sind die socke trocken und es geht wieder

der zweite fehler – sonne
ich trage nur meinen einteiler, schultern und schulterblatt frei.
edn ganzen sommer über im t-shirt rumgelafeun.
ergo schulter und oberarme braun.
um 9:30 gehts aufs rad. ich bin nasse, die sonne schwach und bewölkt
um 10:30 halte ich an, um mich einzucremen.
augenpartie, wange ohren.
der rest ist braun genug- kann das ab.
richtig. nur eben die schulterblätter nicht.
die bekommen 6:37 h die sonne ab. zwar nur wenig sonne
aber auf die dauer …. sonnenbrand am abend. knackig
wieder lehrgeld gezahlt!

das rad fahren geht besser als erwartet
zwar sacken die arme erstmal durch das dauerkraulen etwas schlapp auf den lenker
und stützen nur mit mühe meinen oberkörper
aber es geht.
die verpflegung ist gut, ich tanke wasser, cola, iso, gels und riegel
und futtere fleißig.

nach etwa 130 kilometern überrunden mich die profis.
sagenhaft!
die letzte runde wird schwer. ich werde deutlich langsamer.
der gegenwind auf der strecke nach norden ist hart für die moral.
3x muss ich gegenan fahren.
der rückweg geht ein wenig besser.
ein letztes mal sehe ich jetzt die helfer, die mir die letzten 6 stunden
den weg gewiesen haben oder verpfleung gereicht haben.

wechselzone, ich schiebe mein rad. oberschenkel sind hin.
direkt am eingang wartet sehr unerwartet filippo und verbreitet wunderbar
gute laune – yeah!
ich setze mich hin. wechsel. kann ich wieder aufstehen? ja, es geht.

jetzt nur noch 42 kilomter – ein marathon.

ich wusste von vorne herein, dass ich den marathon werde gehen müssen.
mein trainingsstand reicht einfach nicht, um den zu joggen.
ich war mental drauf eingestellt, trotzdem ist es dann frustrierend,
wenn das komplette feld an einem vorbei zieht.
viele sagen “auf gehts, langsam antraben” “nicht stehen bleiben”
“aufgeben ist nicht” “quäl dich du sau”

Ich laufe dann auch streckenweise. 100 schritte laufen 100 schritte gehen.
1 Mast laufen 1 Mast gehen. aber nach der ersten runde (14km) geht einfach
nichts mehr. eventuell würde noch was gehen, aber der möglicherweise zu
zahlende preis wäre zu hoch.

die zweite runde begleitet mich filippo zur hälfte. das feld lichtet sich.
auch die “mittel distanzler” die viel später gestartet sind, sind schon
zum großen teil im ziel
und die “anfeurerungen” kurz vor ende der 2ten runde “gleich hast du es geschafft”
quittiere ich mit einem müden lächeln und dem zeigefinger, der in die luft zeigt
und eine kreis bewegung vollzieht – heißt – “denkste – ich muss noch eine runde”

die letzte runde wartet fillipo am linken rhein ufer. Die Sonne ist schon lange verschwunden – Es ist stockdunkel.

die letzten 9 kilometer geht er
neben mir her. die strecke ist jetzt so leer, dass er auch durch die verpflegungszonen
mitgehen kann, ohne jemanden zu stören.

die helfer sind wunderbar.
motivation, witzige kommentare, wohlwollender sarkasmus.
alles dabei, wunderbar.

die meter werden länger. 2x habe ich einen hänger, weil ich wohl zu wenig
gegessen habe. dabei habe ich bestimmt 25 gels zu mir genommen.
2500 ckal … scheinbar viel zu wenig.
nächstes mal wirds besser.

Dann das letzte Mal am Dom vorbei, ein letztes Mal über die kleine Wendeltreppe.

Die Streckenabsperrung ist schon abgebaut. Viele Helfer auf dem Weg nach Hause.

Ich habe ganz kurz richtig Schiss davor, im Zielbereich nur noch einen gelangweilten Mitarbeiter vorzufinden.
Aber nix da! 2 moderatoren und bestimmt 10 weitere Helfer sind da und bereiten ein super Willkommen.

Filippo will erst nicht mit auf die Ehrenrunde gehen, aber der Moderator schickt ihn dann durch die letzten Meter und so entsteht die Aufnahme von hinten.

Wunderbar, großartig, Geil. Was für ein Gefühl. Ich habe es geschafft.
Danach kurz die Ernüchterung – Das massage Team hat schon abgebaut und es gibt auch kein warmes Essen mehr.

Aber Hunger habe ich sowieso nicht. Nun schnell nach Hause. Ich bin super happy, aber auch richtig fertig.

Mit jeder Minute merke ich mehr, was ich in den Knochen habe.

Zu Hause wird erstmal 20 Minuten geduscht. Ich war noch nie so salzig. Beim abtrocknen bemerke ich den Sonnenbrand …..

Mir ist kalt. 2 Decken reichen nicht. Filippo kauft 4 Pizzen, während ich duschen bin. Ich esse eine Halbe.

Ich schlafe ein. Wache auf. Mir ist super übel. Damit hatte ich gerechnet, aber wenns dann passiert ist auch doof.

Aber alles bleibt wo es sein soll und nach einigen Minuten schlafe ich ein.

Morgens bin ich fit! Zwar etwas fußlahm, aber fit!
Und IronMan!

 

Yeah!