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New Zealand

New Zealand

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Departure

Am Airport angekommen genieße ich die kühle und frische Luft NewZealands. Vor mir liegt Sri Lanka und wenn ich mir für NZ schon keine Gedanken und Pläne gemacht habe, dann topt das hier alles. Habe zwar schon eine mögliche Route ausgelotet, aber sonst nichts. Werde einfach mal angekommen und dann sehen was geht.

Heute morgen habe ich mir erstmal noch mein Magnum Gold gegönnt. Vom ersten Tag an hat es mich angelacht und jetzt musste ich einfach zugreifen. Und es ist verdammt lecker. Habe es mir heute morgen gekauft, bevor ich mit dem Auto zum Vermieter gefahren bin und es dann genüsslich gegessen, während er berechnete, wieviel ich ihm für den Schaden am Auto bezahlen muss, Nervennahrung sozusagen. Natürlich kamen wir auf die maximale Summe von 1000 NZ$, großes Kino. Aber damit hatte ich ja gerechnet, also abhaken und weitermachen.

Auf dem Flughafen musste ich erstmal über einige Baustellen zum Terminal, weil die hier gerade den ganzen Duty Free Bereich kräftig aufbohren. Im Terminal angekommen konnte ich “meinen ersten A380 in Action” bewundern. Ich hätte gedacht, dass dieser Vogel größer ist, aber neben den anderen Langstreckenflugzeugen ist er zwar etwas größer, aber ich hätte mehr erwartet. Umso erstaunlicher, dass da in der größten Version um die 800 Menschen hereinpassen sollen.

Mal sehen, wann ich diesen kurzen Blog Eintrag veröffentlichen kann. Wahrscheinlich erst, wenn ich wieder InderNet habe 🙂

Auckland – Ende einer schönen Reise

Nach dieser traumhaft schönen Fahrt kam ich wieder in Auckland an. Meine kleine Reise ist zu Ende und ich bin ein wenig traurig. Es war so cool hier, dass ich gerne länger bleiben würde. Aber Sri Lanka ruft und nebenbei bin ich pleite. Also ganz gut, dass ich bald wieder in Hamburg bin und arbeiten kann 🙂

In Auckland musste ich aber noch unbedingt einen Stadtbummel machen und den SkyTower besteigen. Die höchste Plattform befindet sich auf 223 Metern und man hat einen Rundrum Panorama Blick. Vollverglast und auch im Boden befinden sich Glasplatten. Beim steppen auf diese Glasböden kam jedesmal wieder das BungyGefühl hoch. Mir war schon etwas mulmig, in 223 Metern Höhe einfach mal auf eine Dünne Glasscheibe zu treten, die mich von ganz-viel-Luft-unter-mir trennt.

Im Anschluss gings in die Half-Moon-Bay, wo ich bei Jeanette eine Couch gefunden hatte. Wie alle Häuser in NZ hat auch dieses keine oder nur eine sehr schwache Isolierung und es ist saukalt. Aber ich habe Tee bekommen und ein letztes Bierchen 🙂

Road 22

Mein Host Peter aus Hamilton hat mir geraten, nicht den schnellen Motorway 1 zu nehmen, sondern Richtung Raglan zu fahren und dann auf der Road 22 nach Norden zu fahren. Es dauere zwar deutlich länger, aber die Strecke sei unglaublich schön.

Das habe ich dann auch gemacht und auf dieser Strecke meine gesamten letzten 4 Wochen nochmal erlebt. Diese Strecke ist so schön dass ich wirklich froh bin, die 3 Stunden Umweg in Kauf genommen zu haben. Ich musste einfach 100x anhalten und die Natur genießen, Fotos machen oder einfach nur die klare Luft einatmen.

Das ist ein Traum für jeden Motorradfahrer.

Also ihr Hannas, Fraukes, Julians, Corneliusses, Lutzes, Stephans, ….. Wenn ihr jemals mit einem Motorrad durch NZ fahrt, auf JEDENFALL die Road 22 mitnehmen!!!

Hamilton

Leider sind mir 4 Beiträge komplett abgeraucht mit allen Texten, bevor ich sie veröffentlichen konnte 🙁

Daher hier nur die Kurzform. Die Fotos sind zum Glück erhalten geblieben:

Judith und Fabian und Fabian sind weitergefahren, jeder Abschied ist schwer. Dieser besonders. Hatte eine tolle Zeit und unvergessliche Erlebnisse mit den beiden.

Ich bin noch einen Tag länger in Hamilton geblieben und habe dort einfach nur relaxed. Wäsche gemacht und mir die Stadt angesehen. Da es regnete, konnte ich das aber begraben und hatte viel Zeit, Blog zu schreiben.

Hardcore Chillen

Heute war der chilligste Tag seit langem. Wir haben gefrühstückt und sind dann ganz entspannt losgefahren. Am Blue Lake haben wir unser Auto abgestellt und sind mit einer Flasche Wasser bewaffnet und in Turnschuhen die 4 Kilometer um den See gewandert. Nach der Tour gestern war das echte Erholung. Hätte nicht gedacht, dass ich hierhin nochmal zurückkommen werde, aber so ist das Leben halt 🙂

Ich weiß nicht mehr wirklich, was wir den ganzen Tag gemacht haben…. nichts. Wir sind ein wenig gewandert, haben dann mein Auto abgeholt und dann Milchreis am See gekocht, mjammi. Dann wars auch schön spät und wir wollten uns verabschieden. Die beiden hatten noch einen langen Weg vor sich und mussten wieder im Auto schlafen. Ich habe kurzerhand meinen Couchsurfer Peter in Hamilton angerufen und wir durften dann alle 3 bei ihm übernachten.

Wir haben dann für Peter, seine Frau Doris und den Sohn Craig gekocht und wurden mit Lob für unsere Spaghetti Cabonara überhäuft.


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Tongario Crossing

Am Vorabend traf ich dann etwas zu spät in Rangipo auf Judith und Fabian. Von dort fuhren wir nach Whakapapa Village , wo wir die Naht in unseren Autos verbrachten. Das sollte der Endpunkt unserer heutigen Wanderung werden. Wir packten alle Sachen in einen Rucksack und quetschten uns in ein Auto und fuhren zum Start der Wanderung, Ketetahi Carpark.

Von dort aus ging es dann auch recht schnell los, es war morgens noch recht kühl und wir liefen durch schattigen Wald, bevor wir nach etwa 30 Minuten die Baumgrenze erreichten und uns von der Sonne wärmen lassen konnten. Wir kamen an einigen Huts vorbei und an einigen heißen Quellen, die aber heute nicht von besonderen Interesse waren. Wir wollten das komplette Tongario Crossing an einem Tag machen, 1240 Höhenmeter wollten bezwungen werden und 28 Kilometer zurückgelegt werden. Das Tongario Crossing gilt als schönste Ein-Tages-Wanderung NewZealands, was ich nur bestätigen kann.

Auf dem Weg nach oben zogen wir uns erst stückweise aus, weil es immer wärmer wurde durch Sonne und Anstrengung und dann wieder stückchenweise an, als es mit zunehmender Höhe immer kälter und auch der Wind recht eisig wurde. Uns kamen einige Kiwis entgegen, die aussahen, als wollten sie den Mt Everest bezwingen. “Very icy on the top, be aware” mussten wir uns anhören, aber wir wollten es trotzdem versuchen und dann zur Not halt umkehren, wenn es gar nicht geht.

Aber es ging, sehr gut sogar. Oben war alles unter einer 1m mächtigen Schneedecke begraben, die aber zum Glück kräftig überfroren war, so dass wir ohne Probleme darauf laufen konnten. Wäre meine Dozentin von der Uni Elke mit dabeigewesen, hätte sie alle 2 Minuten “Stunning Views” gesagt. Ich habe es gedacht 🙂 Das war wirklich traumhaft. Und auch das Wetter hat sowas von mitgespielt. Die Tage zuvor auf der Südinsel hatten wir Dauerregen und nachts Nebel, hier hatten wir einen Himmel, der nicht blauer hätte sein können.

Erkennt Ihr eigentlich diesen Berg, diesen Vulkan? Kommt der Euch bekannt vor? Das ist Mount Ngauruhoe, besser bekannt als Mount Doom aus dem Herrn der Ringe (Schicksalsberg). Hier hat Sam den Frodo hinaufgeschleppt und dann den Ring im Berg eingeschmolzen. Fabian und ich waren fasziniert von der Kulisse, man fühlte sich fast als Teil der (fiktiven) Geschichte.

Es war eine grandiose Wanderung, auch wenn sie sehr lange gedauert hat und wir uns freuten, als wir dann schlussendlich am Auto ankamen. Die Beine brauchten dringend eine Entspannung und die sollten sie auch bekommen. Gleich nach Ankunft am Parkplatz fuhren wir los, das zweite Auto holen und fuhren dann im Konvoi die 150 Kilometer nach Wai-o-Tapu, wo wir uns in dem heißen Fluss entspannen wollten.

Ich war zwar schon drin und habe das heiße Wasser genossen, aber abends dort zu sitzen und einige Stunden mit Bierchen zu verbringen, hatte ich mir dann doch alleine und nachts nicht zugetraut.
Als wir ankamen, verließ gerade eine Gruppe von 5 Personen die Badestelle und fuhr mit dem Auto davon. Jetzt haben wir sie für uns alleine, dachten wir. Aber denkste. Wir verbrachten etwas mehr als 2 Stunden im heißen Wasser und es war sehr gut frequentiert. Zum Peak waren 14 Menschen im Wasser und trank Bier/Wein und entspannte sich.

Die Stimmung war wunderbar. Wir hatten Vollmond und eine sonst klare Nacht, der Mond schien auf das Wasser und der dichte Wasserdampf schuf eine gespenstische, aber irgendwie sehr angenehme Athmosphäre. Dazu geselten sich die Kerzen, die wir und die anderen mitgebracht hatten und an den Kalkwänden befestigt brannten.

Anfangs verbrachten wir einige Zeit im heißen Strom, um uns wieder aufzuwärmen und die Muskeln zu entspannen. Aber bereits nach 15 Minuten war mir so unerträglich heiß, dass ich mehr und mehr die Nähe zum kalten Strom suchte und oft auch ganz reinschwamm und dort abkühlte. Natürlich habe ich mir auch die Füße leicht verbrannt, weil der Sand im kalten Strom an einer Stelle brühend heiß war 🙂

Der Bungy Tag war gut, aber das hier und heute war mit Sicherheit und mit Abstand der beste Tag, den ich hier verbracht habe. Danke auch an Judith und Fabian für die schöne Zeit!

Wellington

Diese Morgen war ein trauriger. Ich verlasse die Südinsel mit der Fähre wieder in Richtung Wellington, Nordinsel. Mein Abenteuer in Neuseeland neigt sich dem Ende zu, ich lasse das Tombstone, den Abel Tasman, Queenstown und viele andere tolle Dinge hinter mir. Nach dem Abschied von der Herbergsmutter Lynne und Jacci startete ich “SlowMotion” und rollte den Berg runter Richtung InterIslander, der Fähre nach Wellington. Ich hatte das Ticket online gebucht und die Buchungsnummer nur auf dem Handy als Bestätigung. Als ich dann mit dem Auto richtung Schalter rollte und die Scheibe runterkurbelte, grinste mich die Dame am Schalter an und fragte nur “Are you Lucas? You look like a Lucas” – Nach dem kleinen Smalltalk war meine Laune wieder gut 🙂

Die Überfahrt nach Wellington war klasse, hat mir sehr gut gefallen. Zuerst habe ich eine Mutter und eine Tochter wieder getroffen, die auch schon im Tombstone waren. Sie kamen aus Holland und die Tochter hatte hier studiert und wurde jetzt von der Mutter nach Hause geleitet. Am Abend spielten sie RummyCub und hatten mich gefragt, ob ich mitspiele. Da hatte ich noch verneint (wir wollten ja in die Kneipe), aber jetzt habe ich mitgespielt und leider leider hat die allzu siegessichere Tochter verloren 🙂 🙂 War auch nur fair, so viele Spitzen wie ich mir von den beiden Kääskoppen habe anhören müssen.

Dann verlieren wir den Fjord (heißt hier Sounds) und fuhren auf die offene See hinaus. Die Mutter verschwand kurz daraufhin Richtung frischer Luft und auch die Tochter folgte bald, recht bleich im Gesicht. Ich habe meine Sachen zusammengepackt und bin Richtung Bug marschiert, da wo es am meisten rauf und runter geht. Der Seegang war herrlich und ich bin einige Male ziemlich nass geworden von der Gischt. Im Seegang ein auf und ab von geschätzt 5 Metern zu erleben ist einfach toll!!! Ich will wieder segeln!!!

In Wellington angekommen musste ich mein Auto für 2 Stunden abstellen und mir die Hauptstadt Neuseelands ansehen. Bisher kam Stadt ansehen ja viel zu kurz. Aber die meisten Städte hier sind einfach nicht wirklch sehenswert. Aber Wellington schon. Besonders der Hafen, der Cable-Train, das Parlarment und der Botanische Garten haben es mir angetan. Dann musste ich aber auch schon weiter, weil ich mich abends mit Judith und Fabian wieder treffen wollte, um früh am nächsten morgen das Tongario Crossing zu machen.

Jetzt wird erstmal geschlafen, wahrscheinlich die letzte Nacht in meinem kleinen Auto, das mich immer sicher forwärts gebracht hat.

Picton

Picton hat mich wieder, 10 Tage Südinsel neigen sich dem Ende zu. Von Queenstown nach Picton gibt es nicht viel zu berichten. Bin von Queenstown nach Lake Tekapo gefahren und wollte eigentlich den Mount Cook vom Lookout aus betrachten. Aber dichter Nebel machte mir einen Strich durch die Rechnung. Die Nacht verbrachte ich wieder bei einem Couchsurfer, war gut wie immer 🙂

Am nächsten Tag fuhr ich nach Christchurch. Eigentlich wollte ich dort die Nacht verbringen und mich ein wenig umsehen, aber es regnete dauer und so fuhr ich kurz entschlossen noch weitere 320 Kilometer bis nach Bendheim, wo ich die Nacht in einer schnuckeligen Straße mit kostenlosen Leselicht vebrachte und früh morgens nach Pictorn fuhr, um im “Tombstone” einzuchecken und mal mehr als 12 Stunden an einem Ort zu sein. 25 Stunden sind es jetzt gewesen. Habe hier Jacci und Steffi kennengelernt, beide sind auf Work&Travel hier bzw. in Australien und auf Besuch hier.

Erstmal wurde ausgeschlafen, bis 9.00am, dann geduscht und dann ausgiebig gefrühstückt. Das Frühstück war hier im Tombstone inklusive und nebenbei auch super lecker. Da es den ganzen Tag regnete konnte ich mir weder die Stadt ansehen noch den Weintrail machen. Aber der Alternativplan war auch super. Mit Jacci und Steffi massenhaft Kaffee und Tee trinken, dann Jacci zur Kneipe fahren wo sie arbeites und dann weiter zum einkaufen und in die Bibliothek und das kostenlose, aber langsame Internet nutzen.

Wieder “zu Hause” angekommen ging es mit Steffi in den hauseigenen Whirpool, von aus man auf den Hafen schauen kann. War irgendwie komisch, im überdachten, aber offenen Pool zu sitzen, während es stürmt und regnet. Zum Abendbrot gab es lecker Thunfischnudeln und Schokokuchen. Das Rezept muss ich mir noch besorgen, aber Steffi ist hartnäckig!

Nach 2 Bierchen und einem kleinen Absacker sind wir dann noch 3 Stunden zu Jacci in die Bar und haben Ihr ein wenig Gesellschaft geleistet. Trinkt bitte nie GOLD EXPORT, das schmeckt…. mal so überhaupt nicht. Aber ich musste es probieren 🙂

Am späten Abend habe ich mich dann noch in den Fernsehraum geschlichen und mich zu den anderen Gästen gesetzt, die dort gerade den neuen Indiana Jones schauten. Aber dieser Film ist so unsagbar schlecht, dass ich es dann doch vorgezogen habe, schlafen zu gehen.

Dieser Tag war so herrlich ereignislos, aber er war trotzdem toll. Endlich mal “ankommen” und nich nur auf Kurzbesuch da sein. Freu mich schon ein wenig auf Hamilton, wo ich hoffentlich wieder unterkommen werde, wenn es zurück nach Auckland geht.


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134 Meter

Queenstown, 21th July 2010, 7.45am, mein Wecker klingelt. Ich drehe mich noch einmal um und weiche der bitteren Kälte außerhalb meines Schlafsackes noch ein wenig aus. 2 Minuten später prügelt jemand mit dem Handrücken gegen meine Scheibe, jemand von der Stadtwacht….. Er grummelt nur etwas und reicht mir einen Zettel. “Campen im Stadtbereich wird mit 100 NZ$ bestraft. Entfernen Sie unverzüglich Ihr Fahrzeug”. Erstaunlich, wie schnell man sich aus dem Schlafsack schälen und losfahren kann, um 100 NZ$ zu sparen 🙂

Ich parkte die Karre um stiefelte zu AJ Hackets Bungy. Dort buchte ich final meinen Sprung und gab der Dame die 250 Dollar für den Sprung. Sagenhaft teuer, aber darauf hatte ich gespart und das wollte ich mir antun. Um 9.15am wurden wir vom Bus abgeholt und 45 Minuten später bei der Bungy Anlage abgesetzt. Unterwegs fragte ich mich bestimmt 20x, warum ich mir das antue. Dort angekommen wurde mir erstmal eine Dicke Fette 99 auf meinen Handrücken gemalt. Diese Zahl drückt mein Gewicht in KG zum zeitpunkt des sprunges aus. Ich war fast ein wenig geschockt, 99 Kilo! In Indien warens noch 94. Kein Sport, dazu Bier und Schokolade, sind eben doch nicht ganz ohne. Aber immerhin sieht die 99 von meiner Blickrichtung wie eine 66 aus, also wieder alles im grünen Bereich.

Mit mir angetreten war ein Pärchen aus Bristol, UK. Auch die beiden hatten Ihren ersten Sprung vor sich, waren aber glaube ich nicht ganz so aufgeregt wie ich. Wir wurden dann von einer viel zu gut gelaunten jungen Frau angekleidet und mit vielen Scherzen bedacht und dabei festgezurrt. Schließlich ging es mit der Gondel hinaus auf die Plattform, wo schon fleißig gesprungen und gekreischt wurde. Ich dachte ein weiteres Mal “Das tust du nie”.

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Das was sich beim ersten Bungysprung in meinem Kopf abgespielt hat, kann ich nicht beschreiben, will ich auch gar nicht. Aber …. es war geil!

Ich hatte mir nicht vorgenommen, nicht zu schreien. Aber es wollte einfach raus, war zu geil 🙂 Jetzt bin ich heiser. Von einem 2 Sekunden schrei. Alter Schwede. Nochmal!!!

Queenstown

Nachdem ich gestern von meinen Couchsurfern super freundlich empfangen wurde und auch selbstmgemachte Pizza mitessen durfte und Last Samurai mitsehen musste, schlief ich ein und erwachte ausgeruht am nächsten Morgen. 3 der 4 Amis, die hier wohnen und hier gerade Work & Travel machen waren schon fleißig und lärmten am frühen morgen im Haus. Fleißig fleißig werdet Ihr denken. Aber wenn sie mit Snowboard und Skiern an dir vorbeilaufen verliert man schnell den Glauben daran, dass sie eigentlich gerade zum Arbeiten hier sind. Mir wars egal, die Küche für mich.

Endlich gabs mal wieder heißen Instant Kaffee, die letzten 2 Wochen gabs nur kalte Milch mit Instant, auch mal ganz lecker – aber auf dauer? Dann bin ich für 20 Minuten joggen gegangen, aber bergrunter joggen geht mal gar nicht, Kniee ade. Also schnell Züge für Indien gebucht, damit ich mit Fille auch aus Goa und Bombai wegkomme. Auch gut. Los gings zum Mount Iron, einem Berg am Rande von Wanaka. Von oben hat man einen Traumhaften Rundumblick über Wanaka, die Seen und die umgebenden Berge.
Dann gings auch schon weiter, 67 Kilometer bis nach Queenstown war meine Strecke heute, nicht sonderlich viel, aber natürlich brauchte ich wieder länger als erwartet, aber hier unten auf der Südinsel ist die Landschaft einfach zu schön. Hier wünsche ich mir einen Beifahrer, damit ich einfach nur nach draußen schauen und die Landschaft genießen kann.

Queenstown war und ist mein Ziel bei meiner Reise durch NewZealand. Der Südlichste Punkt, den ich bereisen werde. Enden “tut” NZ erst 160km weiter südlich und die Landschaft wird mit jedem Meter schöner, aber die Zeit reicht einfach nicht. Außerdem muss es ja noch einen Grund für mich geben, nochmal hierhin zu kommen. Queenstown ist nebenbei auch noch Bergfest für mich, die Halbe Zeit ist rum und ab jetzt wird das Land nochmal von unten abgefahren und Sri Lanka rückt immer näher. Und am Wendepunkt der Gezeiten (Herr der Ringe) wollte ich mir etwas gönnnen und etwas Geld auf den Kopf hauen, Unfall hin- Unfall her. Was genau das wird, entscheide ich morgen. Möglich ist hier alles.

So wie Japan das Land ist, aus dem die verrücktesten und nutzlosestens, aber erfolgreichen Ideen kommen, was man aus Plastik, Silizium und Kupfer alles erfinden kann ist NewZealand das Land, in dem man praktisch nichts unversucht lässt, um dem Touristen durch erfinden immer neuer “Attraktionen” das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und Queenstown ist die Hauptstadt dieser Bewegung. Hier werde ich schon was finden. Aber ich glaube, ich habe mich längst entschieden. A.J. Hacket ist das Stichwort.

In Queenstown angekommen habe ich auf jeden Fall erstmal eine Jugendherberge gesucht. Und da ich mein Headset in Wanaka vergessen habe und daher auf der Fahrt nichts hören konnte und meinen Akku geschont habe, musste ich sie dieses mal nichtmal betreten sondern konnte schön im Auto sitzend Wireless surfen – Couchsurfer für Lake Takepo gefunden, yeha! Allerdings keiner in Queenstown 🙁 Sackratten!

Solange die Sonne noch scheint, wollte ich auf den Hügel steigen und mir Queenstown von oben anschauen. 23 NZ$ kostet das Returnticket für Adult. Da laufe ich doch lieber hoch. Sprachs und tats. 1 Stunde später war ich dann auch oben und staunte, was der CRAZY KIWI hier geschaffen hatte. Die Gondel, ursprünglich als Aussichtspunkt gedacht war ein wenig erweitert worden. Jetzt gabs es hier auch noch eine Vorrichtung für Paragliding, einen rege angeflogenen Helikopter Port, eine Multifunktionsbungeeanlage, eine Mountainbikepiste und …. einen Sessellift noch etwas weiter den Berg hinauf, wo man dann mit Carts die “900 Meter High Speed” Piste befahren konnte.

Queenstown ist ergendwie wie Disneyland. Nicht dass ich schonmal da war, aber so stelle ich es mir vor. Attraktionen an jeder Ecke, ständig erweitert und verfeinert.

So schön und angenehm es auch war, auf dem Balkon zu stehen und auf Queenstown hinunter zu schauen zu kalt und ungemütlich wurde es, als die Sonne hinter dem Berg verschwand. Eisig! -4 Grad sollen es heute nacht werden und ich werde im Auto schlafen…. Erstmal aufwärmen und dann Abendbrot und Benzin jagen gehen. Aufgehalten wurde ich dann nur noch von Bea, die ich dort oben in der Kälte traf. Sie hatte mit ihrer Mutter das Return Ticket gebucht und die Gondel genommen, was mir zu teuer war. Aber selbst geschenkt hätte ich laufen wollen, glaube ich. Habe mich dann recht schnell wieder von den beiden verabschiedet, weil meine T-Shirt und Pulli vom Aufstieg einfach nass waren und es langsam echt kalt wurde.

Zurück zur Basisstation habe ich dann nur 7 Minuten statt einer vollen Stunde gebraucht. An dieser Stelle nochmal Dank an Klee aus Rotorua. “Lauf hoch und fahre mit der Gondel runter – das ist kostenlos” Ich liebe Insidertips 🙂

Zum Abendbrot gabs Fish & Chips mit Bea/Mum und jede Menge Infos und Erfahrungen aus ihrem Jahr hier in NewZealand. Klasse, wenn man das Land so intensiv genießen kann und nicht wie ich von Attraktion zu Attraktion hetzt. Nach 2 Stunden verabschiedeten sich die beiden in ihr Motel und wünschten mir viel Erfolg für mein Vorhaben morgen.
Ich ging zu meinem Nissan und fing an, Blog zu schreieben. Unterbrochen nur, vom Motor starten, um das Wageninnere wieder etwas aufzuheizen. Gestern habe ich vollgetankt, heute lief der Motor bestimmt eine volle Stunde nur als Standheizung. Bin mal gespannt, wie ich die Nacht bei -4°C verbringen werde und wie voll der Tank morgen noch sein wird.